Berlin zieht Olympia-Bewerbung zurück

Datum: 23.09.2026 Schnellleser: ca. 1 Min. Lesezeit

Zuletzt waren Berlin ohnehin nur noch Außenseiterchancen eingeräumt worden. Nun will die Stadt ihre Bewerbung für die Olympischen Spiele zurückziehen. Das dürfte auch am Ergebnis der Abgeordnetenhauswahl liegen.

Kurz vor der Entscheidung über den deutschen Olympia-Kandidaten will Berlin seine Bewerbung offiziell zurückziehen. Das meldet der rbb.

Berlin galt hinter München und Köln-Rhein-Ruhr nur noch als Außenseiter in dem Bewerbungsverfahren. In den vergangenen Tagen hatte es zudem mehrere weitere Rückschläge für die Berliner Bewerbung gegeben.

Erst gestern hatte eine Evaluierungskommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) der Hauptstadt ein durchwachsenes Zeugnis ausgestellt. Das Berliner Olympiakonzept wurde schlechter bewertet als das der Konkurrenz. Hinzu kommt die aktuelle politische Entwicklung.


Senat abgewählt

Der schwarz-rote Senat, der die Pläne vorangetrieben hatte, wurde bei der Abgeordnetenhauswahl am Sonntag abgewählt. Wahlsiegerin Elif Eralp (Linke), die neue Regierende Bürgermeisterin werden könnte, ist Olympia-Gegnerin und hatte bereits den Bewerbungsprozess samt Kosten kritisiert.

Einen Tag nach der Wahl hatte Eralp bereits angekündigt, dass sich die Entscheidung erledigt habe. Auch die Grünen, die voraussichtlich Teil einer Regierung werden, lehnen die Pläne ab. Beide Parteien argumentieren, dass Berlin das Geld an anderen Stellen dringender brauche.


Senat lädt zur Pressekonferenz

Der Senat bezog dazu zunächst keine Stellung, lud aber zu einer Pressekonferenz am Donnerstag ein. Zuerst hatte der “Tagesspiegel” über den Rückzug von der Bewerbung berichtet.

Text von Julian Maximilian Fleger